Der Rompilgerweg heute

Der mittelalterliche Pilgerweg nach Rom –
unterwegs auf der Via Romea vom Thüringer Wald zu den Alpen


Seit mehr als 2000 Jahren reisen Menschen aus dem Norden in die Ewige Stadt. Unter ihnen Kaiser, Könige, Missionare, Geistliche und nicht zuletzt Pilger. Doch auf welchen Straßen und Wegen sie dorthin gelangten, ist nur ganz selten überliefert. Im Jahre 1236 reist Abt Albert von Stade nach Rom. Anders als die meisten Rompilger notiert er sich alle Stationen seiner Reise. Knapp 800 Jahre später befasst sich eine Gruppe von Geschichtsinteressierten und Pilgern, unter ihnen auch der Autor, mit der historischen Reisebeschreibung des Abtes und erkundet den Verlauf seiner Reiseroute unter den heutigen Gegebenheiten. Eng an das historische Vorbild angelehnt suchen sie Wege aus, auf denen die heutigen Pilger nach Rom ziehen können.
Jochen Heinke befasst sich seit vielen Jahren mit der Konzeption und Wegweisung touristischer Routen. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträge und Bücher zum Thema „Historische Straßen und Wege“ und vieler Fahrradbücher. In den letzten Jahren war er insbesondere auf der Strecke von Thüringen bis zum Inn unterwegs, um geeignete Wege für den Pilgerweg "Via Romea" ausfindig zu machen. So konnte er nach mehr als 4-jähriger Bearbeitung 2013 dem Verein „Romweg Abt Albert von Stade e. V.“ den ca. 675 km langen süddeutschen Abschnitt der Fußpilgerroute "Via Romea“ vorschlagen, der sich so weit wie möglich an dem historischen Pilgerweg des Abtes Albert von Stade orientiert.

Es ist ein Weg, an dem sich kulturhistorisch bedeutende Städte und Bauten sowie spirituelle Stätten „wie Perlen auf der Schnur reihen“. Er führt vom Thüringer Wald durch die Rhön in das Fränkische Weinland, weiter entlang der Romantischen Straße zum Pfaffenwinkel und dem Werdenfelser Land in den Alpen und schließlich nach Innsbruck.
Ein Weg, auf dem viele der herausragenden Sehenswürdigkeiten einst auch schon von den Pilgern des Mittelalters bestaunt worden sind.
Eine knapp 20seitige Einleitung informiert die Pilger über die Entstehung der Rompilgerschaft, über die Pilgerrouten nach Rom sowie über die Reise Abt Alberts nach Rom im Jahre 1236.
Am Ende der 28. Etappe in Innsbruck übergibt Jochen Heinke den Pilgerstab an den Autor des Buches „Der Pilgerweg nach Rom“, der die Anschlusswege von Innsbruck bis Rom beschreibt.
Den Abschluss des Buches bildet zur individuellen Planung der Tagesetappen das umfangreiche Übernachtungsverzeichnis mit mehr als 450 Kontaktadressen in den Kategorien Privatanbieter, Pensionen und Hotels sowie die Kontaktdaten aller Tourist-Informationen am Weg.  

Pilger „per Pedales“ können mithilfe der 21, im Kapitel „Mit dem Fahrrad auf der Via Romea“ aufgeführten, überwiegend beschilderten Streckenabschnitte, die Pilgerroute mit dem Fahrrad befahren. Und durch Satellitennavigation können sich sowohl Fußpilger wie  Radler unterwegs leiten lassen: Es stehen die entsprechenden Daten in Form von GPX-Dateien zur Verfügung.

Jochen Heinke

Der mittelalterliche Pilgerweg nach Rom – unterwegs auf der Via Romea vom Thüringer Wald zu den Alpen

14,6 x 21 cm; 140 Seiten,  120 Bilder, 22 Karten  Jochen Heinke (im Selbstverlag)

ISBN 978-3-00-042178-5  Euro 18,00

 

Weitere Informationen und den GPS-Track finden Sie hier